LED-Leuchtmittel brauchen Kühlung!

4-flammige Hängeleuchte mit LED 14 LeuchtmittelEine 4-flammige Hängeleuchte zur Belichtung eines Esstisches, da diese Leuchte sehr häufig und im Dauereinsatz genutzt wird, ist sie mit energiesparenden E14-LED-Kerzenbirnen ausgestattet worden.

Die Bedingungen für den Einsatz der LED-Leuchtmittel sind eigentlich ideal.
Zunächst funktionierte die Leuchte über einen längeren Zeitraum einwandfrei.

Nach einem Knall fiel die Beleuchtung aus. Alle vier E14 LED-Kerzenlampe sind zeitgleich mit dem gleichen Defekt ausgefallen.E14 LED-Kerzenlampe - geborsten aufgrund Hitzeentwicklung im Steuerelement Bei zwei Leuchtmitteln war die Kunststoffverblendung der Steuereinheit zwischen Schraubsockel und LEDs geborsten. Selbst der Metall-Schraubsockel war durchgeschmort.

Ursache: Der Innendurchmesser der Milchglas-Röhren, die das Leuchtmittel umfassen, ist zu gering. Der Luftspalt zwischen der Glasröhre und dem LED-Leuchtmittel liegt im engsten Bereich bei knappen 4 mm. Die Hitze der elektronischen Steuereinheit kann nicht ausreichend abgeführt werden.

Es ist auf eine ausreichende Belüftung der LED-Leuchtmittel zu achten, um die notwendige Kühlung nicht zu beeinträchtigen!

Typischerweise geben LEDs selbst keine Wärme ab, das vorgeschaltete Steuergerät kann aber beträchtlich heiß werden, weshalb häufig auch Kühlrippen und wärmeleitende Gehäuse (Aluminium) um die Steuereinheit verbaut werden. Im hier gezeigten Beispiel sind die Kühlrippen aus Kunststoff, was wenig geeignet ist die Wärme nach außen abzuführen.

Hintergrund: LED-Steuergeräte benötigen gute Kühlung, weshalb Umgebungstemperaturen unter 45° Celsius für den funktionssicheren Betrieb dieser Leuchtmittel gegeben sein sollten.

Praxisbeispiel: Der Einsatz von LED-Leuchtmitteln in der Sauna oder in einer Eisengießerei wird wegen der hohen Umgebungstemperaturen zum Ausfall der LED-Technik führen.
Umgekehrt ist es so, dass Hochleistungs-LED-Deckenfluter in einem Kühlhaus sehr gut funktionieren. In diesem Fall würde es Sinn machen, eine Wärmequelle wie beispielsweise ein Hallenfluter (Hochdruckentladungs-Leuchtmittel etc.) durch einen energieeffzienten LED-Fluter mit geringer Wärmeentwicklung zu erstezen, da die Energiebilanz des Kühlhauses wesentlich verbessert. Starke Wärmequellen wie heiße Deckenstrahler wirken in einem Kühlhaus wie eine Heizquelle und erhöhen die Kühllast.

Sicherer Halt im WDVS-Wärmedämmverbundsystem

Fischer Dämmstoffduebel FID 50 - Befestigung im WDVS - Schnittbild

Dämmstoffduebel FID 50 - © Fischer Befestigungssysteme

Wie kann man im Wärmedämmverbundsystem eine Außenleuchte oder einen Briefkasten sicher befestigen?
Normale Spreizdübelsysteme finden in der Dämmstoffplatte (PS Polystyrol, PU Polyurthan, Styropor, Styrodor, Holzweichfaserplatte etc.) keinen ausreichenden Halt. Die Lösung ist ein spezieller Dämmstoffdübel. Dieser Kunststoffdübel hat die Form einer tiefschneidenden Holzschraube. Der Dübel wird mit einen speziellen Bohraufsatz in den Dämmstoff fest eingedreht. Der Kern des Dübels kann eine konventionelle Holzschraube zur Befestigung von Gegenständen aufnehmen.

Hinweis – Im Außenbereich sollte die Holzschraube, auch Spax- oder Spannplattenschraube genannt, bei der Befestigung von Edelstahlelementen aus nicht rostendem Edelstahl (V2A/V4A) sein, da verzinkte Schrauben mit Edelstahl zu Korrosion führen können.

Produktdatenblatt – Fischer Dämmstoffduebel FID 50 – Befestigung im Wärmedämmverbundsystem

Thermische Solaranlage – Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für SHK-Fachhandwerk?

Referenzobjekt Energiesparhaus KfW 40 in Detmold - Solarkollektoren TSK 27Bei unsererm Neubau in 2004 haben wir uns für eine Solaranlage zur Brauchwassererwärmung entschieden. Diese tut seitdem auf unserem Energiesparhaus KfW 40 ihren Dienst.
Im langjährigen Betrieb ist es aber mehrfach zu Betriebsstörungen gekommen und es mussten immer wieder Reparaturen durch den SHK-Fachbetrieb ausgeführt werden. Vor vierzehn Tagen ist dann das Trägermedium im oberen Bereich der Solarverrohrung ausgetreten. :cry:
Auch wenn ich voll und ganz regenerative Energien befürworte, habe ich mich jetzt aber doch entschlossen, weiterem Unheil ein Ende zu setzen. Ich habe das Trägermedium abgelassen und die Solaranlage deaktiviert. Vielleicht haben wir tatsächlich eine Montagsanlage verbaut bekommen. Aber ich wollte nicht schon wieder 150 Euro und mehr an Instandsetzungskosten für den SHK-Fachhandwerker berappen.

Zwei Wochen sind zwischenzeitlich vergangen. Ich stelle nun fest, dass der Verbrauch der Wärmetechnik im Sommerbetrieb nur unwesentlich höher ist. Pro Tag liegt er etwa 0,5 kWh höher als mit betriebener Solaranlage. Siehe folgende Verbrauchsstatistik unter http://www.ecotec-energiesparhaus.de/energiestatistik.html.

Wie kommt es zu dem geringen Mehrverbrauch ohne Solarthermie?
Für den Betrieb der Solaranlage sind verschiedene elektrische Verbraucher im Einsatz, wie Umwälzung für die Wärmeübertragung und die getaktete Umwälzung gegen Überhitzung/Verdampfung der Solarflüssigkeit, Steuerung der Solaranlage etc.. Diese Komponenten beeinflussen die energetische Effizienz einer Solaranlage. Dieser Stromverbrauch fällt bei der deaktivierten Solaranlage nicht mehr an.

Bei unserer Tecalor THZ 303 Sol übernimmt im Sommerbetrieb bei abgeschalteter Solaranlage die Luft-/Wasser-Wärmepumpe die Brauchwassererwärmung; bei Temperaturen über 8° Celsius mit einer Arbeitszahl von größer 3,5. Mit nur 1 – 2 kWh Strom pro Tag kann die Wärmepumpe unseren Brauchwasserbedarf abdecken. ;-)
Im Jahresverlauf liefert die Solaranlage an unserem Standort an etwa 180 Tagen die Wärme für das Brauchwasser, das ergibt sich aus der effektiven Nutzungszeit (Anwesenheitszeiten, Urlaub etc.) und den tatsächlich nutzbaren Sonnentagen.
Nehmen wir in unserem Beispiel eine hoch gerechnete Ersparnis von 1 kWh pro Tag durch den Betrieb der thermischen  Solaranlage an, dann ergibt dies bei einem Kilowattstundenpreis von 0,25 Euro eine Kostenersparnis von 65 Euro pro Jahr.

Die komplette Installation der Solaranlage hat 4.000 Euro gekostet. Wenn die Solaranlage ohne technischen Defekt arbeiten würde und keine Wartungen notwendig wären, dann würde sich die Investition (ohne Verzinsungseffekte) erst nach 60 Jahren (4.000 Euro / 65 Euro pro Jahr) durch die Energieeinsparungen decken.
Meine Empfehlung nach den gewonnenen Erfahrungen, ohne Brauchwasser-Solaranlage bauen und das eingesparte Budget in bessere Dämmung der Gebäudehülle stecken.
Dämmung spart effektiv Energie und verursacht keine Wartungs- oder Reparaturkosten!

Wärmepumpe mit Direktverdampfung und Direktkondensation bietet die höchsten Arbeitszahlen

Mit welchen technischen Möglichkeiten kann man die Effizienz der Wärmepumpe erhöhen?
Stichwort – Direktverdampfung im Erdreich und Direktkondensation in der Fußbodenheizung

DV-DK-Waermepumpe-Fließschema-Direktverdampfer-im-Erdreich-ueber-Kollektor-und-Direktkondensation-in-FußbodenheizungHier habe ich mir genauer das Wärmepumpensystem mit Direktverdampfung und – kondensation von Beglau Wärmepumpen aus Schwerin angeschaut.
Das Kältemittel wird im Erdreich direkt verdampft und in der Fußbodenheizung direkt kondensiert, siehe nebenstehende Skizze. Weiterlesen »

Änderung der Einspeisevergütung bei Fotovoltaikstrom

Aufgeständerte Freiland-PV-Fotovoltaikanlage

Heute sollen zwischen dem Bundesumwelt- und Bundeswirtschaftsministerium massive Kürzungen der Solarförderung festgelegt werden. Die bisherige 20-jährige garantierte Einspeisevergütung steht auf dem Prüfstand.

So sehr mich die PV-Technik fasziniert und ich die regenerative Nutzung der Sonnenenergie befürworte, bleibt für mich die Frage, “Ist der bisherige Weg im Sinne der Allgemeinheit?

Ich zitiere den Wortlaut eines Fotovoltaikanlagenbetreibers (Mittfünfziger):
Meine PV-Anlage hat sich nach 8 – 10 Jahren komplett amotisiert.
Eine bessere Altervorsorge gibt es nicht. Bis ich 78 Jahre bin, bekomme ich jeden Monat eine Zusatzrente in Form der Einspeisevergütung .

Da fließen Subventionen in Form der Einspeisevergütung, gezahlt von dem Energieversorger aus der Umlage auf den Strompreis. Die Finanzierung wird von der KfW mit zinsgünstigen Darlehen unterstützt. Auch dieses Risiko trägt die Allgemeinheit, die KfW ist eine staatliche Förderbank. Die gut abgefederten Investoren sehen vordergründig ihre staatlich zugesicherte Rendite, ökologische Aspekte sind für den Großteil der Investoren nicht in erster Linie relevant. Was nützt eine PV-Anlage auf dem Dach, wenn der Altbau darunter eine unsanierte Energieschleuder ist?

 

Statussymbol adé – Die Zukunft liegt in einer intelligenten Mobilität

bcs Bundesverband für Carsharing - Carsharing für gewerbliche KundenCar - Gute Beispiele der CarSharing-Nutzung in Unternehmen, Verwaltungen, Organisationen und VereinenDie Mobilität des Einzelnen, wie Sie uns in der ersten Welt heutzutage möglich ist, wird es in der Form in Zukunft nicht mehr geben. In 2011 ist vermutlich der Peak der weltweiten Automobilproduktion erreicht worden. Zukünftig wird die Nachfrage nach Automobilen stetig zurückgehen. Die Automobilhersteller drängen auf die Märkte der Schwellenländer und wirtschaftlichen Emporkömmlinge in Fernost und Südamerika. Man sucht nach neuen Absatz- und Vertriebswegen.

Carsharing, flexible Fahrkonzepte an Verkehrsknoten (bspw. Fly-/Rail-/Bus-and-Drive) und Flottenmanagement werden von den Autoproduzenten als zukünftige Vertriebswege in den Fokus genommen. Wenn es uns gelingt, hier Vorreiter zu sein, wird dies den Wirtschaftsstandort in Deutschland bzw. Europa festigen. Denn die Mobilität beeinflusst wesentlich die Kosten für die Lebens- und Arbeitswelt, sie ist bereits heute ein wichtiger Wettbewerbsfaktor aller Industriegesellschaften.

Die Bündelung des Individualverkehrs wird durch Taktung und Staffelung über mobile Datenübertragung vermieden, Staus werden in Zukunft passé sein. Intelligente Mobilität ermöglicht allen gesellschaftlichen Gruppen auch in Zukunft flächendeckend mobil zu sein.

Die folgende Veröffentlichung des Zukunftsforscher Matthias Horx geht auf die Mobilitätsfragen ein. Weiterlesen »

Kohlenmonoxid – geruchloses Gas mit fataler Wirkung

In den Nachrichten der letzten Winterwochen war immer wieder die Rede von Kohlenmonoxidvergiftungen, leider zu oft auch mit Todesfolge oder bleibenden Schäden für Überlebende.
Auch wenn dieses Thema nicht Blog-relevant ist, möchte ich auf dieses Risiko aufmerksam machen. Wer eine Holz-, Gas- oder Ölheizung in Betrieb hat, sollte sich der CO2-Problematik bewusst sein.
• Spart bitte nicht am falschen Ende und installiert euch einen CO2-Warner!
• Lasst durch regelmäßige Wartungen die Funktion der Heizungsanlage prüfen!
• Sorgt für ausreichende Belüftung!

Folgende Berichterstattung Weiterlesen »

Luft-/Wasser-Wärmepumpe am Limit

Der 7. Februar 2012 ist der bisher kälteste Wintertag in dieser Heizsaison. Der Mittelland-Kanal hat eine 30 cm dicke Eisschicht. Tagelange Minusgrade im zweistelligen Bereich zeigen die Grenzen auf.

Auch unsere Luft-/Wasser-Wärmepumpe kommt bei dem extremen Winterwetter an ihr Limit.

Das erste Mal seit der 6-jährigen Aufzeichnung Weiterlesen »

-17,1° Celsius – Wintergrüße aus Sibirien

Cooper Russlandhoch mit Tiefstwert 2012 - Innen-AussentemperaturenHeute Nacht ist die Quecksilbersäule sehr weit nach unten gegangen. -17,1° C. ist die kälteste Außentemperatur im bisherigen Winter 2012, die wir mit unserem Funkthermostat gemessen haben. Beim Griff an die Edelstahl-Haustürgriffstange bildet sich sofort eine Eisoberfläche. Schnell lässt man die Hand wieder los, weil es so beißend kalt ist. 8-O
Die niedrigste Innentemperatur lag im Zeitraum der Nachtabsenkung bei 19° C..

Der Stromverbrauch für unsere Luft-/Wasser-Wärmepumpe liegt mit 20 – 24 kWh pro Tag bei diesen extremen Außentemperaturen im guten Bereich. :-)
Siehe Energiestatistik unter folgendem Link.
http://www.ecotec-energiesparhaus.de/index.php?id=89&jahr=2012&monat=2. Weiterlesen »

-14,2° Celsius – Winter in Ostwestfalen-Lippe

Büroblick auf die Stadt Detmold 20120203Die Messung unseres Außenthermometers hat heute Nacht eine minimalen Temp.-Wert von -14,2° Celsius erfasst. 8-O